Pornografie – Eine Lebensart?
Irgendetwas fehlt. Junge Teenager, ja sogar zehn oder elf Jahre alte (oder sogar noch jüngere!) Kinder verhalten sich anders. Die Art, wie sie gehen, sprechen und handeln, hat sich verändert. Sie sind nicht schüchtern. Sie sind nicht unschuldig. Sie sind… keine Kinder. Nein, nicht alle, aber doch so viele von ihnen. Einige geraten in ernsthafte Schwierigkeiten; viele leben ein Verhalten aus, das man sich kaum vorstellen möchte.
Es gibt so viele Probleme und sie stehen so häufig in Wechselwirkung miteinander. Doch wir möchten hier keine Diskussion über die Gefahren von Drogen und Alkohol oder dem gewalttätigen Einfluss von Gangs ins Leben rufen. Wir analysieren eine ganz andere heimtückische Beeinflussung: Pornografie.
Sie ist auf den Displays ihrer Mobiltelefone, in ihren Songs, in Magazinen und Büchern, auf DVDs und natürlich auch online.
Lassen Sie uns einen Blick auf erschreckende Statistiken werfen (laut Jerry Ropelato, Geschäftsführer von Top10 Reviews):
- 4,2 Millionen pornografische Seiten – 12% aller Seiten im World Wide Web
- 2,5 Milliarden pornografische E-Mails täglich – 8% aller E-Mails
- Pornografie ist weltweit eine 57 Milliarden Dollar Industrie
- Männer, die zugeben, während der Arbeit Pornografie zu konsumieren – 20%
- Erwachsene US-Bürger, die regelmäßig pornografische Internetseiten besuchen – 40 Millionen (!)
- Erwachsene, die zu ihrer sexuellen Neigung im Internet stehen – 10%
- Anteil männlicher / weiblicher Besucher von Pornoseiten – 72% männlich, 28% weiblich
Pornografie ist also in der Tat unter uns Erwachsenen sehr verbreitet. Doch es ist eine wahre Tragödie, dass Pornografie auch im Leben unserer Kinder eine immer größere Rolle spielt:
- Durchschnittsalter beim ersten Kontakt mit Pornografie im Internet: 11 Jahre
- Größte Konsumentengruppe von Internetpornografie: 12 – 17-Jährige
- 15 – 17-Jährige mit mehrfacher “Hard-Core”-Erfahrung: 80%
- 8 – 16-Jährige, die online einen Porno angeschaut haben – 90% (die Meisten während ihrer Hausaufgaben)
Was ist nun verkehrt an diesem Bild? Ist Ihr Kind ein Konsument von Online-Pornos? Vielleicht ja, auch wenn Sie sich das nicht vorstellen können.
“Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.” - Kant
Die Statistiken lügen nicht. Als Erwachsene sind wir Konsumenten legaler Pornografie (wir sprechen hier nicht über die illegale und abscheuliche Kinderpornografie, obwohl dies sicherlich ein ganz ähnlicher Horror ist). Doch als Erwachsene haben wir auch Verantwortung zu tragen. Wir müssen die Kinder unserer Welt beschützen.
Wir möchten das Recht auf freie Meinungsäußerung und den legalen Handel nicht einschränken. Doch wir müssen die Unschuld unserer Kinder unermüdlich verteidigen.
Würden Sie auch dann noch online gehen, um kostenlose Pornos zu suchen, wenn Sie wüssten, dass Ihr achtjähriges Kind Ihren Spuren folgt und dasselbe sieht? Könnten Sie nachts weiterhin gut schlafen, wenn Sie wüssten, dass Ihre 13-jährige Tochter weiß, was „Gang Bang“ bedeutet? Was, wenn Ihr 14-jähriger Sprössling eines Tages wegen Vergewaltigung verhaftet würde und sein Verstand voller Bilder ist, an die Sie nicht einmal zu denken wagten. Was halten Sie von einem andersartigen, sexuellen Verhalten, wie sexuelle Folter? Sie möchten sich das nicht einmal vorstellen, oder?
Idealerweise würden wir alle aufhören, solche Abscheulichkeiten zu konsumieren. Doch wir leben nun mal nicht in einer idealen Welt. Und auch wenn wir selbst die Konsumierung von Pornografie ablehnten, so würde dies unsere Kinder in Zukunft noch lange nicht davor bewahren, über derartige Seiten zu stolpern. Was können wir tun?
Eltern können Software wie NetNanny kaufen und installieren. (Leider ist diese Software nicht kostenlos zu erhalten, doch 40 Dollar sind angesichts der Computer- und Internetkosten nicht viel.) Das ist ein Anfang und wird die eindeutigsten Seiten blockieren. Natürlich hilft es auch, ein wachsames Auge auf Ihre Kinder zu halten. Platzieren Sie den Computer an einem offenen Bereich des Hauses, wo die Kids zögern werden, einen Blick auf Seiten erhaschen zu wollen, die sie nicht besuchen sollten.
Sie können jedoch weder jeden Schritt Ihrer Kinder noch die der anderen kontrollieren. Die ganze Gesellschaft wird verletzt, wenn Kinder pornografische Bilder entdecken.
Und auch Kinder brauchen Privatsphäre. Sie müssen in der Lage sein, sich offen ausdrücken zu dürfen, ohne befürchten zu müssen, dass in ihre Intimsphäre eingedrungen wird. Sie können sich sicherlich vorstellen, was passieren mag, wenn sie Freunde besuchen?
Leider lässt die bewusste Entscheidung seitens der Betreiber pornografischer Seiten, ihre Inhalte für Kinder leicht zugänglich zu machen – tatsächlich sogar zielgerichtet Kinder durch Domain-Namen, die den Namen von Zeichentrickfiguren sehr ähneln, z.B. Pokeman, anzulocken –, der Gesellschaft keine andere Wahl, als eine Veränderung zu fordern. Darum noch mal: Was können wir tun?
Wir rufen Blogger auf – für ein sichereres Web!
Wir können unsere Stimmen gemeinsam erheben, um die vernünftige Forderung an alle Webmaster von “Erwachsenen-Seiten” zu richten:
Bitte richten Sie einen Passwort-geschützten LogIn-Bereich ein, bevor Sie den Zugang zu Inhalten, die ausschließlich für Erwachsene geeignet sind, ermöglichen. Wir verstehen, dass der Verkauf von Pornografie Ihr Geschäft ist und wir erkennen Ihr Recht auf legalen Lebensunterhalt an. Doch bitte verstehen auch Sie unsere berechtigten Sorgen und arbeiten Sie mit uns zusammen. Sie zeichnen Ihre Website bereits mit dem Hinweis „Warnung: Inhalte für Erwachsene“ aus. Kinder, die keine rechtmäßigen Kunden Ihres Produktes sind, ignorieren diese Warnung jedoch. Um sie nun also von dem direkten Zugang zu expliziten Bildern, Texten und Sounds abzuhalten, wäre ein Passwort-geschützter LogIn-Bereich die einfachste Lösung. Keine „kostenlose Tour“ mehr, bevor ein Besucher grundlegende Informationen bereitstellt.
Ja, es ist richtig, dass Kinder sich dennoch einloggen könnten – aber nicht so viele, wie man meinen würde. Die Angst und die Scham, erwischt zu werden, sind entscheidende Hindernisse.
Somit rufen wir nun Blogger und alle anderen, die sich sorgen, auf, uns bei diesem besonderen Gesuch an Porno-Webmaster zu unterstützen. Es scheint nur ein kleiner Schritt zu sein, doch das ist es nicht. Ein Passwort-geschützter LogIn-Zugang hält kleine Kinder von extremen pornografischen Bildern fern. Es wird ältere Kids nicht davon abhalten, einen Account auf Pornoseiten zu eröffnen, doch bis die Kinder das „ich-mach-mal-einen-Account“-Alter erreichen, bleibt uns genug Zeit (oder sollte uns genug Zeit bleiben), um sie zu erziehen.
Lassen Sie uns sehen, wie viel geballte Kraft in unseren vereinten Stimmen (und Tastaturen) liegt! Wir sind eine starke Gemeinschaft; wir sollten beweisen, dass unsere Stimme zählt. Letzten Endes werden uns die Porno-Webmaster zuhören. Sie sind von erwachsenen, zahlungsfähigen Kunden abhängig, die sich ebenfalls in unseren Online-Gemeinschaften bewegen. Die Webmaster, die bürgerliches Verantwortungsbewusstsein zeigen, werden am
Wir werden auch an Politiker in der ganzen Welt herantreten. Wenn die Betreiber pornografischer Webseiten nicht reagieren, so werden wir die Regierungen drängen, einen Passwort-Schutz zu verlangen.
Dies ist KEINE Zensur; es ist kein Angriff auf jedermanns Ausdrucksfreiheit. Es ist schlichtweg gesunder Menschenverstand. Selbst der “Hustler” wird in einer Plastikumhüllung geliefert. Diese Folie beeinflusst weder Hustlers freie Rede noch hält sie legitimierte Kunden davon ab, die Inhalte zu konsumieren. Was wir jetzt benötigen, ist ein ähnlicher Schutz für das Internet.
Lassen Sie die Kinder nicht im Stich. Machen Sie mit; schreiben Sie in Ihren Blogs über dieses Thema. Verwenden Sie die Logos in Ihrem Blog als ProBono-Werbeverlinkung auf diese Seite.
Oder sprechen Sie es laut aus. Sie müssen nicht auf diesen Artikel verlinken, Sie brauchen nicht einmal unsere Namen zu erwähnen. Verschaffen Sie sich einfach nur Gehör. Bitten Sie auch Ihre Freunde, dieses Thema in ihre Blogs aufzunehmen: Macht das Web sicherer für Kinder – Passwort-geschützte LogIn-Bereiche auf Pornoseiten für alle expliziten Materialien, keine kostenlosen Clips, Touren oder Bilder mehr ohne LogIn! Je mehr Stimmen, desto besser. Lassen Sie uns sprechen, bis jemand zuhört!
Lassen Sie uns das Web zu einem sichereren Platz für Kinder machen!
Sobald Sie einen Eintrag in Ihrem Blog gepostet haben, kommen Sie bitte nochmals auf uns zu. Wir müssen zum Ablauf dieses Handlungsaufrufs eine Auflistung sämtlicher Einträge anfertigen. Wir werden einen Link auf Ihren Blog setzen und all Ihre Einträge sammeln. Wir müssen den Offline-Medien nachweisen können, wie weit die Blogger-Gemeinschaft zu gehen bereit ist, um die Interessen der Kinder zu vertreten. Dies ist unumgänglich, um den Politikern zu zeigen, dass die öffentliche Meinung Maßnahmen fordert.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Mihaela Lica und Jon Harmon






